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XtraBlatt Ausgabe 02-2021

PARTNER Sehen im Service

PARTNER Sehen im Service einen maßgeblichen Erfolgsfaktor: Dr. Marcus Bertelsmeier (li.) und Dr. Steffen Wöbcke. Mittlerweile ist Agrartechnik Sachsen an sechs Standorten präsent. Nr. 7 wird 2023 in Niederschöna eröffnet. AGRARTECHNIK SACHSEN FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET In Sachen Service „der Benchmarker“ zu sein, ist bei Agrartechnik Sachsen nicht nur Anspruch, sondern gelebte Praxis, wie zahlreiche Auszeichnungen belegen. Speziell beim Thema Qualifikation setzt das Unternehmen neue Maßstäbe. Erntemaschinen wie zum Beispiel Mähdrescher, Häcksler und Rübenroder, aber auch andere Selbstfahrer wie Pflanzenschutzspritzen oder Gülleausbringfahrzeuge gehören in der Landtechnik zu den anspruchsvollsten Maschinen. Hier sind in hohem Maße die Landmaschinen-Fachbetriebe gefordert, nicht nur mit Top-Service bei Ausfällen in der Ernte, sondern in der sogenannten vorbeugenden Instandhaltung. Wenn ein Fachhandelsbetrieb in seinem Kundenkreis rund 350 Selbstfahrer im Service betreut, wie es bei Agrartechnik Sachsen der Fall ist, ahnen selbst Außenstehende: Dahinter steckt ein ausgeklügeltes Service-Konzept und viel Know-how. „Bestmöglicher Service war schon seit der Firmengründung durch meinen Vater im Jahr 1990 die oberste Maxime. Maschinen erfolgreich zu verkaufen, ist eine Seite der Medaille – daraus aber Stammkunden zu machen, die immer wieder bei uns kaufen, gelingt nur, wenn die Leistungsfähigkeit der Werkstätten gegeben ist und Beratung sowie Serviceangebote stimmen. Unser Ziel war und ist es deshalb, hier in der Region Benchmark in Sachen Service zu sein“, erklärt Dr. Marcus Bertelsmeier, der zusammen mit seinem Bruder Ralph das Unternehmen leitet. KUNDENNÄHE Was im Jahr der Deutschen Einheit in dem kleinen Ort nördlich von Dresden mit zehn Beschäftigten plus Chef begann, stellt sich heute als ein Unternehmen mit sechs Standorten und rund 150 Mitarbeitenden dar, davon knapp 80 in den Bereichen Werkstatt und Ersatzteilwesen. Das Verantwortungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Brandenburg bis an die südliche Landesgrenze Sachsens und im Westen bis vor die Tore Leipzigs. Wobei sich die Aktionsradien je nach Markenvertretung durchaus unterscheiden. Zu den wichtigsten Lieferanten gehören New Holland, Krone, Horsch, Holmer, Grimme, JCB, Strautmann und GEA. Ein 7. Standort in Niederschöna ist in Vorbereitung und soll 2023 in Betrieb gehen. Auch das ist Teil des Servicekonzepts, wie Kundendienstleiter Dr. Steffen Wöbcke erklärt: „Die Nähe zu unseren Kunden buchstäblich und im übertragenen Sinne ist uns sehr wichtig. Natürlich ist jeder Betriebsstandort immer auch ein erheblicher Kostenfaktor. Doch trotz der guten Möglichkeiten durch mobilen Kundendienst und der Vorzüge digitaler Fernwartung hat sich ein schlüssiges Standortnetz als unerlässlich erwiesen. Denn viele Kunden wollen selbst bei den hiesigen großstrukturierten Betrieben nicht mehr als 30-40 km zur nächsten Werkstatt fahren.“ Für den erwähnten mobilen Kundendienst stehen bei Agrartechnik Sachsen inzwischen rund 60 professionell ausgestattete Servicefahrzeuge zur Verfügung. Dank der Telemetrie ist es zudem möglich, einen großen Teil der Maschinenstörungen aus der Ferne zu ergründen. „Das spart bei uns und den Kunden viel Zeit – wenn die Möglichkeiten flächendeckend vorhanden sind. Momentan ist das noch nicht überall der Fall, aber die Abdeckung wächst“, so Dr. Steffen Wöbcke. SERVICE-PAKETE Damit Ausfälle möglichst gar nicht erst auftreten, steht vorbeugende Instandhaltung ganz vorn auf der Agenda des Serviceteams. Ein wichtiger Bestandteil dessen ist die „Winterdurchsicht“. Dazu prüfen die Mechatroniker des Fachbetriebs die Kundenmaschinen bezüglich notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen. Der Check mündet in einem Reparaturvorschlag plus Kostenvoranschlag. Einige Kunden verfügen über eigenes Werkstattpersonal und möchten die Servicearbeiten selbst vornehmen, so Dr. Bertelsmeier. Oft ist jedoch auch ein Mechatroniker mit vor Ort, um zu unterstützen. Ein großer – und wachsender – Teil der Kunden lässt allerdings auf Basis des Checks die Maschinen vom Fachbetrieb in den Zustand zuverlässiger Einsatzfähigkeit bringen. „Damit nehmen wir den Kunden einen erheblichen Arbeitsanteil ab, denn der Fachkräftemangel ist auch in der Landwirtschaft spürbar. Wir können ein komplettes Dienstleistungspaket anbieten, mit höchster Service-Effizienz und Know-how – das überzeugt eindeutig“, freut sich der Unternehmer. Zusätzliches Bonbon: Selbstfahrer, die in Ebersbach durch den 42 43